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Bond, Elisabeth [mehr erfahren ...]

Der Schlafende Riese erwacht – Licht im Gehirn

CHF14.80

Reihe «Dimensionen»
56 S., broschiert
Fr. 14.80 / Euro 9,-
ISBN 978-3-906786-72-8

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Zum Buch

Der Schlafende Riese – das Grosshirn im Kopf – erwacht jetzt, wird aktiv und bringt uns in universelles Denken. Dies ermöglicht eine hohe Bewusstseins-Qualität in allem, was wir auf Erden tun. Dieses Buch bringt dem Leser mehr Klarheit über sein rationales und intuitives Denken, Licht fliesst so in den Alltag, der nicht mehr getrennt, sondern spirituell gelebt wird.

Zu der Reihe «Dimensionen»

Der Bedarf an spirituellen Schlüssel-Informationen, die die grundlegenden Begriffe der kosmischen Lebensgesetze in «einleuchtender» Sprache bringen, wächst in der Zeit des Erwachens in die grösseren universellen Zusammenhänge stetig.

Die Reihe «Dimensionen» ist eine Einladung, das Lichtwissen, das im Herzen eines jeden Menschen wohnt, aufzuwecken, in die physische, materielle Welt zu integrieren und bewusst zu leben. Diese inspirierende Sammlung von Themen ist ein Führer auf dem individuellen und universellen Alltagsweg, bringt Klarheit in das Zusammenwirken der feinstofflichen und der stofflichen Ebenen, bringt Orientierung und bringt Wissen um die Synthese von Licht und Materie. Die verschiedenen Themen reihen sich wie Bewusstseinsperlen auf die Schnur der ewigen Wahrheiten und jede Perle bringt Erinnerung und Erkenntnis ins menschliche Weben und Wirken.

Interview mit Elisabeth Bond

«An den Universitäten alles über den Haufen werfen»
Elisabeth Bond
über Denken und Umdenken

Elisabeth, an was denkst Du in der letzten Zeit vor allem?
Elisabeth Bond: Ich denke vor allem über die Quelle nach, die durch mich wirkt. Da hat sich im Moment sehr viel geändert, das heisst ich ändere mich, und somit muss ich umdenken und mich neu orientieren, innerhalb meiner Arbeit.

Warum musst Du Dich ändern?
Ich will mich ändern – «müssen» tue ich an sich nichts. Umdenken ist angesagt, weil ich mich ändern will. Man sollte nie zu lange ausruhen, denn es ist stets mehr möglich. Das innere Licht einer Seele drängt immer wieder in nächste Schritte, das gilt für mich und das gilt für andere. Ein Wachstumsschritt ist für mich genauso schwierig, ist mit Orientierungslosigkeit und Überraschungen verbunden, wie für jemanden, der mir bei einem Reading gegenübersitzt.

Von was willst Du mehr?
Ich weiss es nicht. Vielleicht, dass ich in meiner Arbeit anders wirke, dass durch mich mehr gewirkt werden kann, wenn ich etwas an mir ändere. Ich muss dies auch nicht so genau wissen, sondern nur den Impulsen nachgehen, die von innen kommen. Warum man etwas getan hat, sieht man oft erst, wenn der Schritt gemacht worden ist.

«Umdenken!» ist oft leicht gesagt. Was behindert und was fördert das Umdenken?
Das Umdenken wird immer behindert vom mentalen Widerstand, vom Menschen selber. Das Umdenken wird gefördert von inneren oder von äusseren Impulsen, von anderen Menschen zum Beispiel. Wenn ein Impuls kommt, ist man oft nicht begeistert, weil es Änderung und Anstrengung bedeutet. Je älter ein Mensch wird, desto schwieriger wird das Umdenken, währenddem die Jungen ständig umdenken, weil sie die Welt, das Leben und sich selber erforschen wollen und so freiwillig in neue Situationen hineingehen. Der Verstand funktioniert so, dass er das Neue in Schubladen versorgen will, die er sich eingerichtet hat. Wenn’s nicht reinpasst, versucht er es zu ignorieren. Eine Idee, ob sie nun von aussen oder von innen kommt, braucht eine Art Schwangerschaft, eine gewisse Zeit für eine Form, die dann zur Handlung führt. Das ist nicht immer einfach.

Umdenken ist also auch eine Generationenfrage. Und da alle Jungen mal alt werden, bleibt alles wie gehabt…
Früher ja, aber jetzt ist ein Paradigmawechsel da und wir übernehmen nicht mehr die Muster unserer Vorväter. Die Menschen sind heute gezwungen, in sehr kurzer Zeit sehr viel zu lernen. Das Denken wird für jene, die jetzt ca. 20- bis 40-jährig sind, im Alter anders sein. Sie sind gewohnt umzudenken, weil «die Zeit schneller läuft». Das Denken wird nicht mehr so ein Thema sein, weil jeder darüber informiert ist und weiss, dass er sich selber immer wieder genau beobachten muss, wie er denkt. Dieses Thema ist jetzt aktuell, in hundert Jahren werden andere Themen die Menschheit beschäftigen.

Artikel und Bücher über Philosophie sind im Aufschwung. Gibt es Gemeinsamkeiten zum Denken in spirituellen Bewusstseinsprozessen?
Wir geben heute der Philosophie mehr Platz, so wie vorher der Raum mehr von der Technik und vom Geld ausgefüllt wurde. Wir haben Pluto im Schützen, das heisst: Pluto, der Generationenplanet, ist im Zeichen der geistigen, religiösen Energie und somit kommen im Alltag mehr philosophische Themen auf den Tisch. Es ist jetzt Zeit, dass solche Themen bearbeitet und gelebt werden. Philosophisches Denken und spirituelle Bewusstseinsprozesse sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe. Die Philosophie gehört in den Mentalkörper, es geht um eine bestimmte Sicht der Gedanken, um eine bestimmte Art, das Leben zu betrachten. Die spirituelle Haltung eines Menschen ist aber Teil aller Welten, der feinstofflichen und auch der praktisch-stofflichen. Sie ist eine seelische Weisheitssicht, eine geistige Sicht. Die geistige Sicht ist nicht nur philosophisch, sondern ist Weisheit, ist Wahrheit und ewig gültig.

In der letzten Zeit trifft man den Begriff der «spirituellen Intelligenz» an.
«Emotionale Intelligenz», «spirituelle Intelligenz» usw. sind Auswüchse des Mentalkörpers und sagen überhaupt nichts aus. Es sind mentale Benennungen und zeigen, wie der Verstand das Leben in Schubladen zuordnen und unterbringen will. Intelligenz ist alles in Synthese.

Hat Deine neuste Publikation, wo es um’s Denken geht, der Hirnforschung etwas mitzuteilen?
Das weiss ich nicht – es kommt auf die Leute in der Hirnforschung an, ob sie sich für Spiritualität interessieren. Die Hirnforschung erforscht nur das materielle Objekt. Wenn die empirische Hirnforschung sich nicht auch ins spirituelle Bewusstsein hineinbewegt, wird sie nicht auf mehr Antworten kommen. Die chemischen Zusammensetzungen und die biologischen Abläufe geben zwar gewisse Antworten und Hinweise. Aber warum läuft die Chemie so, warum schütten die Kopfchakren, die Drüsen, diese chemischen Substanzen aus? Von wo kommt der Denkimpuls? Antworten dazu sind nur im Bewusstsein zu finden.

Die Hirnforscher müssen also Esoteriker werden.
Was sie schon sind, aber sie sagen es vielleicht nicht. Du kannst nicht das Hirn erforschen, ohne mit feinstofflichen Dimensionen in Berührung zu kommen. Genauso wie die Raumforscher auf ihren Flügen mit Licht-Dimensionen in Berührung gekommen sind und ausserplanetarische Situationen angetroffen haben. Vielleicht ist es in fünf Jahren möglich, dass sich die empirischen Hirnforscher über diese Dimensionen äussern. Es ist wichtig, dass die empirische Wissenschaft und die feinstofflichen Wissenschaftler, die Heiler und spirituellen Lehrer, zusammenarbeiten, weil so von allen Seiten Informationen zusammenkommen können. Und erst die Synthese bringt der Menschheit Wesentliches.

Bei den Bildungs-Institutionen stehen grosse Umdenk-Aufgaben an…
Das ist schon im Gang, gerade durch die Kinder, die seit zehn Jahren geboren werden und andere Gehirne in ihrem physischen Körper gebildet haben – Gehirne, die vielschichtig tätig sein können und nicht nur linear. Die Bildung kann für die neuen Kinder gar nicht mehr linear geboten werden, sondern nur noch vielschichtig, unter Berücksichtigung der Energie-Gesetze und des Gesetzes von Ursache und Wirkung. Diese Bewegung kommt von innen, und das Bildungswesen muss und wird sich ändern, zuerst an den Schulen für die unteren Jahrgänge und später an den Universitäten. Im Moment ist es chaotisch, nicht überblickbar, niemand kann sich orientieren, und das ist eine wunderbare Voraussetzung für das neue Denken. Die jungen Wissenschaftler werden später an den Universitäten alles über den Haufen werfen und vor allem weltweit vernetzt zusammenarbeiten.

Probleme von Lehrern mit disziplinlosen, zappeligen Kindern haben also mit dieser Vielschichtigkeit des Denkens zu tun?
Es hat mit der Evolution zu tun, die nicht nur im Denken passiert, sondern auch in den verschiedenen Körpern (physisch, emotional, mental, spirituell). Unsere Körper ändern sich. Deshalb geschehen jetzt so viele Unangepasstheiten von den Jungen her, die die alten Systeme zerstören. Das Beste aus der Tradition wird herausgenommen, das Neue kommt dazu und somit entsteht eine andere Art zu schulen und zu bilden.

Wer sind unsere aktuellen grossen Denker?
Spirituelle Rebellen wie Ken Wilber, zum Beispiel, oder viele junge Künstler, die gut untereinander arbeiten, speziell die Musiker. Viele Ideen kommen über Songs – die Musik ist die Nummer 1 im Fördern von Umdenkprozessen.

Beim Thema «Denken» fallen mir auch Berufsgruppen wie Wissenschaftler oder Journalisten ein.
Künstler, Wissenschaftler, Friedenspolitiker, Architekten – ja, viele neue Ideen kommen durch die Architektur, nur will der Heimatschutz möglichst alles verhindern. Die Journalisten: Viele reagieren nur, können nicht vernetzt denken, weil sie nicht dazu kommen. Sie reagieren auf alles was ist, kritisieren, teilen es ein und sind bereits beim nächsten Ereignis. Tief und eigenständig denken kann ein Journalist, ein Vollzeitjournalist, in diesem schnelllebigen, politisch und wirtschaftlich verflochtenen Beruf nicht.

Kann er oder will er nicht?
Es ist das System, das dies im Moment nicht zulässt. Auf der einen Seite gibt es die Beobachter und andererseits die, die meinen zu wissen, was gut und was schlecht ist. Aber letztere irren sich, weil sie von den wirklichen Zusammenhängen keine Ahnung haben. Und jene Leute, die an dem arbeiten, was die Menschheit verändert, gehen nicht in die Medien, sondern halten sich fern davon. Medienleute bewegen sich in einem Energiefeld, das grosse Einflüsse hat auf die Menschen, wenn auch im Moment eher negative, weil sie mit der Angst operieren.

Die Medienwelt ändert sich auch.
Es fängt an. Die höchste Energie, die ein Umdenken bewirken kann, ist übrigens die Schönheit. Die Schönheit wird von denen, die nicht tief nachdenken, halt oft belächelt. Wer für die Schönheit allerdings verschlossen ist, denkt nicht richtig.

Was heisst «richtig Denken»?
Natürlich denkt jeder von sich, dass er richtig denkt und der andere falsch. Niemand kann einem anderen Menschen sagen, was richtig oder falsch ist, weil für jeden etwas anderes im Moment richtig und wichtig ist. Und das «weiss» der Betreffende tief innen im Herzen. Richtiges Denken ist vernetztes Denken, ist Synthese, ist im Einklang mit der universellen Harmonie – der Schönheit eben – und mit den geistigen Gesetzen wie «Ursache und Wirkung» oder «Resonanz». Richtiges Denken ist nicht stur, kritisch, engstirnig oder lieblos, sondern kann unterscheiden, ist offen, flexibel, liebevoll, zukunfts- und vergangenheitsgelöst, dabei aber wohlwissend um den täglichen Daseinsablauf. Richtiges Denken heisst, der Existenz zuzuhören, heisst, aus der innersten Schatzkammer der universellen Gedankenformen zu schöpfen.

Auch wenn Du sagst, dass in hundert Jahren andere Themen als das Denken aktuell sein werden – lässt sich über die nähere Zukunft des Denkens etwas sagen?
Wenn man die Geschichte der Menschheit anschaut, ist es klar, wohin sich das Denken entwickelt. Die Masse war vor ein paar hundert Jahren noch völlig unfähig zu denken, war nicht informiert. Heute besteht die Masse aus Leuten, die – wenn sie wollen – auf sehr vielen Gebieten sehr viele Einsichten haben und sich eigene Bilder machen können. Die Menschen sind jetzt am Punkt, wo sie durch die vielen Informationen und Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen, anfangen müssen, die Intuition einzubeziehen. Sonst können sie das Leben gar nicht mehr überblicken. Das ist schlussendlich auch der Plan: Zuerst die rationale Schulung, die Bildung, die Information, um dann in den höheren Mentalkörper hineinzuwachsen, in die Intuition. Somit wird jetzt die mentale Informationsflut über die Intuition angegangen, als nächster Schritt. Das letzte Jahrhundert war eine Ansammlung von Fakten, es hat sich vieles materialisiert, vor allem in der Technik. Jetzt müssen wir Meister werden im Umgang damit. Als einzelner Mensch muss ich zusehends wissen: Was hole ich in mein Leben, wo gebe ich mich ein und wie vernetze ich mich?

Elisabeth, herzlichen Dank für das Gespräch!

Interview: Bernhard Engler, Herbst 2002